Die Leistungskennzahl
Der Versuch einer gerechteren Bewertung der Leistung in den Altersklassen
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Was ist der Sinn für die Ermittlung einer Leistungskennzahl?
Bei Laufveranstaltung ist es heute üblich
Altersklassenwertungen in 5-er Sprüngen vorzunehmen.
Das ist zwar ein noch vertretbarer Kompromiss, bei genauerer Betrachtung sieht man
aber schnell die Schwachstellen dieses Systems.
Im ungünstigsten Fall können auch bei dieser Art der Wertung
maximal 6 Jahre zwischen zwei Kontrahenten liegen.
Da vor allem in den höheren Altersklassen der Leistungsabfall stärker zunimmt,
wird das Verfahren schnell angreifbar.
Nehmen wir als Beispiel folgendes an:
Zwei Läufer einer Altersklasse laufen mit nur wenigen Sekunden Abstand durchs
Ziel. Der erste ist gerade in die neue AK gekommen, während sie der andere in Kürze verlässt.
Geht man in die unten abgebildeten Kurven, die den Leistungsverlust über das
Alter beschreiben, so wird schnell klar, das die Leistung des Zweitplatzierten
in diesem Fall deutlich höher einzuschätzen ist.
Im folgenden ist beschrieben, wie man unter Einbeziehung von Leistungsabfall - Kurven die eigene Leistung in Relation zur Senioren-Weltbestzeit ermitteln kann
Diese beiden, von Schröter
Janssen (www.Lauftreff.de) ermittelte Kurven, zeigen den altersbedingten
Leistungsabfall von Langstreckenläufern in diesem Fall auf der 25 km Strecke.
Sie sollten damit auch für die Halbmarathondistanz vergleichend anwendbar sein.
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Diese Kurven folgen einer einer polynomischen Funktion der Art
: y = c + bx + ax²
(genauere
Beschreibung bei Schröter- Jannsen)
Wollen wir nun für unseren Wettkampf (Halbmarathon) die Leistungskennzahl ermitteln, geht die Berechnung wie folgt.
Das Ergebnis ist das relative Leistungsvermögen zur Alters-Weltbestleisteung, ausgedrückt in Leistungspunkte z.B 756 (gleich 75,6 %)
Diesen Wert kann man nun nehmen und die Alterklassenwertung nicht wie heute, aufsteigend nach Einlaufzeit, sonder absteigend nach LKZ sortieren.
Im Zeitalter von Internet und Datenbanken, sollte eine noch genauere Ermittlung der Alters-Leistungskurven auch für andere Strecken kein Problem mehr sein. Damit wird die statistische Genauigkeit immer besser.